FrauenGeschichtsWerkstatt Odenwald: ... Frauen brauchen ihre Geschichte für ihren Mut, ihre Phantasie und ihren Alltag.

Die Ausstellungsvorbereitungen ermöglichten mir einen Einblick in die sogenannten "Wiedergutmachungsakten" der Familie Oppenheimer im Landesarchiv Baden-Württemberg in Karlsruhe zu nehmen. Entsetzen und Wut überkam mich über so viel Ungerechtigkeit und Unsensibilität, die mir aus diesen Akten entgegenschlug. Das wollte ich in einer Veranstaltung im Rahmen des Begleitprogramms öffentlich machen. Ich entschloss mich zu einer Lesung mit verteilten Rollen. Auf der Suche nach AkteurInnen entspannen sich vielfältige Diskussionen über Aspekte der generationenübergreifenden Auswirkungen der Nazizeit. Auch eine schon länger währende Mitarbeit in den "Kriegsenkelgruppen" Darmstadt und Frankfurt zeigte mir, wie hochaktuell das Thema ist.

Auf einer entsprechenden Tagung lernte ich Sabine Bode kennen, die mit ihren Büchern viele Menschen ermutigt, die Themen der transgenerationalen Weitergabe von Traumata aus Kriegs- und Hitlerdiktaturzeit in den Blick zu nehmen.

So entschloss ich mich mit meinem Projekttheater
Die HAGESTOLZEN, unterschiedliche Geschichten auf die Bühne zu bringen. Da ich mir nicht zutraute, mein Theaterstück "Als wäre es ein Stück von mir", über die Beziehung zu meinem Vater zu inszenieren, nahm ich die Gelegenheit wahr, hier die Essenz daraus unter dem Titel "selbstgeschämt" in einer eigenen Szene innerhalb des Gesamtstückes zu präsentieren. Ich nannte das Theaterstück "fremdgeschämt", da mir dieses Gefühl für die Folgegenerationen der Nazizeit am zutreffendsten erschien. Die Veranstaltung beschloss die Ausstellung „Legalisierter Raub“.

Aus dem Begleitflyer

Mitwirkende

Presseartikel